Wir erleben, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Rechtsextreme Ideologien dringen zunehmend in die Mitte der Gesellschaft vor. Sie tarnen sich als Alternative, als Patrioten oder als Vertreter einer nationalen Erneuerung – als Teil eines vermeintlich legitimen politischen Diskurses. Doch Faschismus ist keine legitime politische Haltung. Er basiert auf Unterdrückung, Gewalt und der Abschaffung demokratischer Grundrechte. Er ist eine Bedrohung, die wir nicht ignorieren dürfen.

Gegen Faschismus zu sein bedeutet, ihn nicht nur zu kritisieren, sondern ihm aktiv entgegenzutreten. Eine der wirksamsten Möglichkeiten, klare Kante zu zeigen, ist, faschistische Strukturen nicht zu unterstützen. Dazu gehört auch, ihnen wirtschaftlich keinen Raum zu geben. Wer demokratische Werte verteidigen will, darf Faschismus nicht normalisieren – weder in Worten noch in Taten, weder im Alltag noch im Geschäftsleben.

Als Selbständige, als Unternehmer*innen oder Ladenbesitzer*innen haben wir eine Verantwortung. Unsere wirtschaftlichen Entscheidungen haben eine politische Wirkung – sie können entweder demokratische Werte stärken oder menschenfeindliche Strukturen begünstigen. Wir entscheiden, mit wem wir Geschäfte machen – und mit wem nicht. Wenn wir klarstellen, dass wir keine Geschäftsbeziehungen mit Faschist*innen oder faschistischen Organisationen eingehen, dann setzen wir ein Zeichen. Ein Zeichen gegen Hass, gegen Ausgrenzung, gegen die Normalisierung von rechtsextremem Gedankengut.

Deswegen habe ich die Aktionsgrafik NO BUSINESS WITH FASCISTS entwickelt. Weil ich der Meinung bin, dass wirtschaftliches Handeln nicht losgelöst von unseren Werten betrachtet werden kann. Gerade in Zeiten, in denen faschistische Ideologien wieder erstarken, ist es wichtiger denn je, klare Grenzen zu ziehen. Wer Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte verteidigen will, darf sich nicht mit denen gemein machen, die diese Prinzipien angreifen.

NO BUSINESS WITH FASCISTS NO BUSINESS WITH FASCISTS NO BUSINESS WITH FASCISTS NO BUSINESS WITH FASCISTS #NBWF

NO BUSINESS WITH FASCISTS ist mehr als nur eine Aussage – es ist eine Haltung. Eine Haltung, die zeigt, dass wir keinen Platz für Faschismus lassen. Wir dulden keine menschenverachtenden Ideologien in unserem Umfeld, weder im Privaten noch im Beruflichen. Wer gegen Grundrechte, Gleichberechtigung und Vielfalt arbeitet, kann nicht unser Geschäftspartner sein.

Dieses Statement ist ein klares Bekenntnis zur Demokratie. Unternehmen können ihre Haltung aktiv umsetzen, indem sie bewusst darauf achten, mit wem sie Geschäfte machen, sich öffentlich gegen rechtsextreme Ideologien positionieren und demokratische Initiativen unterstützen. Es bedeutet, dass wir als Gesellschaft nicht zulassen, dass menschenfeindliche Strukturen weiter wachsen. Es bedeutet, dass wir unsere Werte nicht aufgeben – nicht für Profit, nicht für Opportunismus, nicht für die falsche Vorstellung von Neutralität.

Zeigen wir gemeinsam: Faschismus hat keinen Platz – in unserer Gesellschaft und auch nicht in unserem wirtschaftlichen Handeln. Stattdessen stehen wir für eine offene, vielfältige und demokratische Zukunft, in der Respekt, Gleichberechtigung und Menschlichkeit die Grundlage unseres Zusammenlebens bilden.

#NOBUSINESSWITHFASCISTS
#NBWF

Wenn Sie dieses Statement teilen, können Sie die Aktionsgrafik nutzen, um auch Ihre Haltung öffentlich zu machen. Sie steht kostenfrei zur Verfügung, darf jedoch nicht verändert werden und muss in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Platzieren Sie die Grafik auf Ihrer Webseite, in sozialen Medien oder an anderen passenden Orten, um ein klares Zeichen zu setzen.

Klare Haltung gegen

Faschismus – so

setzen Sie ein Zeichen

Hier sind zehn konkrete Maßnahmen, mit denen Sie in Ihrem beruflichen Umfeld aktiv gegen rechtsextreme Strukturen vorgehen können:

1. Haltung zeigen – öffentlich und unmissverständlich

Nutzen Sie Ihre Plattformen, um sich klar gegen Faschismus und für Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt auszusprechen – online wie offline. Machen Sie in Ihrem Geschäft, auf Ihrer Webseite oder in sozialen Medien deutlich, dass Sie keine Geschäfte mit Faschist*innen machen. Dazu können Sie beispielsweise meine Aktionsgrafik verwenden.

2. Gegen rechte Hetze Stellung beziehen

Wenn rechtsextreme Äußerungen in Ihrem geschäftlichen Umfeld auftauchen, widersprechen Sie. Schweigen bedeutet Zustimmung. Ob in Kundengesprächen, bei Veranstaltungen oder im Kollegenkreis – rechte Parolen dürfen nicht unwidersprochen bleiben. Setzen Sie ein klares Zeichen und zeigen Sie, dass solche Äußerungen bei Ihnen nicht geduldet werden. Machen Sie deutlich, dass Ihre Räume und Ihr Unternehmen nicht als Bühne für Hass und Hetze dienen.

3. Keine Werbung in rechten Medien

Stattdessen sollten Sie Ihre Werbeanstrengungen auf Plattformen konzentrieren, die Fakten und Vernunft fördern. Halten Sie sich von Medien fern, die rechtsextreme Ideologien verbreiten oder von rechten Unternehmer*innen finanziert werden. Oft tarnen sich solche Plattformen als „kritische Stimmen“ oder „Alternative zur Mainstream-Presse“. Informieren Sie sich genau, bevor Sie Ihr Marketingbudget investieren. Wer in rechten Medien wirbt, trägt dazu bei, dass menschenverachtende Ideologien finanziert und weiterverbreitet werden.

4. Kein Geschäft mit rechten Unternehmen

Recherchieren Sie, mit wem Sie zusammenarbeiten. Vermeiden Sie Kooperationen mit Unternehmen, die offen oder indirekt rechte Strukturen unterstützen. Nicht alle Unternehmen legen ihre Positionen offen, aber oft gibt es Anzeichen, auf die Sie achten können – sei es durch Verbindungen zu rechten Netzwerken, politische Äußerungen der Geschäftsführung oder die Unterstützung bestimmter Organisationen. Indem Sie auf Ihre Geschäftsbeziehungen achten, können Sie wesentlich dazu beitragen, die wirtschaftliche Unterstützung für rechte Strukturen zu verringern.

5. Mitarbeitenden klare Werte vermitteln

Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Rassismus, Diskriminierung und rechtsextreme Ideologien keinen Platz haben. Machen Sie deutlich, dass solche Haltungen nicht toleriert werden. Das beginnt bei internen Leitlinien, setzt sich in der Kommunikation mit Ihrem Team fort und zeigt sich in einer aktiven Unternehmenskultur. Bieten Sie Schulungen an, um Mitarbeitende für das Thema zu sensibilisieren, und ermutigen Sie sie, sich klar gegen rechte Ideologien zu positionieren.

6. NGOs und Initiativen unterstützen

Arbeiten Sie mit Organisationen zusammen, die sich gegen Faschismus und für Demokratie einsetzen – sei es durch Spenden, ehrenamtliche Arbeit oder pro-bono Dienstleistungen. Auch kleine Beiträge können einen Unterschied machen: Unterstützen Sie Kampagnen, bieten Sie Ihre Reichweite an oder lassen Sie Ihr Team an Bildungsangeboten teilnehmen. Zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen nicht nur Werte kommuniziert, sondern auch aktiv zu deren Verteidigung beiträgt.

7. Kein Raum für rechte Veranstaltungen

Überlassen Sie Ihre Räume nicht für Treffen, Vorträge oder Veranstaltungen von rechten Gruppen oder Parteien – weder gegen Bezahlung noch aus vermeintlicher Neutralität. Recherchieren Sie genau, wer Ihre Räume nutzen möchte, und setzen Sie in Ihren Nutzungsbedingungen klare Grenzen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Sie haben das Hausrecht und können selbst bestimmen, wer Ihre Infrastruktur nutzen darf. Falls Sie öffentlich ein Zeichen setzen möchten: Nutzen Sie meine Aktionsgrafik, um klarzumachen, dass rechte Ideologien in Ihren Räumen keinen Platz haben.

8. Diversität im Unternehmen fördern

Stellen Sie sich bewusst divers auf, um ein klares Zeichen für Inklusion, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung zu setzen. Achten Sie aktiv darauf, marginalisierte Gruppen in Ihrem Unternehmen zu unterstützen – sei es durch diverse Teams, faire Löhne oder gezielte Förderung. Vielfalt ist kein Marketingtrend, sondern ein essenzieller Bestandteil einer offenen Gesellschaft. Wer eine inklusive Unternehmenskultur schafft, leistet einen wichtigen Beitrag gegen rechtsextreme Strukturen.

9. Solidarität zeigen

Unterstützen Sie Kolleg*innen und Unternehmen, die sich gegen Rechts positionieren. Gemeinsames Engagement stärkt den Widerstand gegen Faschismus. Verlinken und empfehlen Sie Unternehmen, die sich klar für Demokratie einsetzen. Falls antifaschistische Initiativen oder engagierte Unternehmen angegriffen oder diffamiert werden, stehen Sie ihnen zur Seite – ob durch öffentliche Unterstützung, Vernetzung oder praktische Hilfe.

10. Kund*innen und Partner*innen sensibilisieren

Nutzen Sie Gespräche, Veranstaltungen oder Ihr Netzwerk, um über die Gefahr rechtsextremer Ideologien aufzuklären. Zeigen Sie, warum es wichtig ist, auch im wirtschaftlichen Umfeld klare Grenzen zu ziehen. Viele Menschen sind sich der Verbindungen zwischen Wirtschaft und rechten Strukturen nicht bewusst – helfen Sie dabei, das Bewusstsein zu schärfen. Jeder Schritt in Richtung Aufklärung trägt dazu bei, dass Faschismus nicht weiter salonfähig wird.